Unterlagen zum 10. Oktober 2014

Am 10. Oktober 2014 fand im Perchtoldsdorfer Kulturzentrum die erste größere Informationsveranstaltung zum Thema „Tram on Demand. Eine innovative Straßenbahn für die Region Mödling. Lösungsansatz – Vision – Leuchtturmprojekt“ statt, zu der besonders die Anrainenden an der Kaltenleutgebner Bahn als unmittelbar Betroffene eingeladen waren, aber natürlich auch alle, die sich sonst für das Projekt interessieren oder bereits dafür engagieren. Der Andrang war doch überraschend groß und der Festsaal schließlich bis auf den letzten der etwa 300 Sitzplätze gefüllt.

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Die Stimmung war etwas gespannt und das Programm ausgesprochen dicht, aber Doro Erharter moderierte uns sehr charmant durch den Abend.

Doro Erharter

Harald Frey legte sogleich fulminant los und führte uns wieder einmal den Wahnsinn des gegenwärtig herrschenden Mobilitätsystems vor Augen. Seine Präsentation kann hier heruntergeladen werden: Frey Mobilität_suburbane_Räume_Perchtoldsdorf.

Harald Frey

Aber es gibt schon viele positive Beispiele, wie städtische Lebensräume wieder menschlicher gestaltet werden können. Harald A. Jahn, der eben von einer Erkundungstour durch einige französische Städte zurückgekommen war, präsentierte seine jüngsten Einblicke. Diese können hier eingesehen werden.

Harald A. Jahn

Nach einer kurzen Verschnaufpause berichtete Christian Apl die Eckdaten zur Verkehrssituation im Bezirk Mödling und wie es zu „Tram on Demand“ kam. Hier die Unterlagen: Tram on Demand – Projektüberblick 2014 10 10

Christian Apl

Zum ganz aktuellen Stand des Projekts erläuterte Karin Mairitsch die beiden am 25. September eingereichten Sondierungsstudien. Auch dazu sind die Unterlagen hier einsehbar: Mairitsch Sondierungsstudien 2014 10 10

Karin Mairitsch-web

Und den krönenden Abschluss des Vortragsreigens meisterte Florian Förster souverän mit der Präsentation der wichtigsten Ergebnisse einer Diplomarbeit der HTL-Mödling, in der die Machbarkeit einer Straßenbahntrasse von Rodaun nach Mödling („360er“) untersucht wurde: Förster Machbarkeitsstudie Straßenbahn Rodaun Mödling

Florian Förster

Natürlich konnten in der anschließenden Diskussion nicht alle Fragen restlos geklärt werden, dazu berührt das Projekt einfach zu viele Aspekte. Einige Erwartungshaltungen mussten auch enttäuscht werden, die Bahn wird zB sicher nicht schon im Sommer 2016, wenn Waldmühle Rodaun bezogen wird, fahren. Das geht sich beim besten Willen nicht aus. In Gmunden hat es beispielsweise 25 Jahre gedauert, bis man sich endlich zu einer Entscheidung durchgerungen hat und dort ging es „nur“ um einen 700m-Lückenschluss – der es aber freilich in sich hat.

Aber jede Frage und jede Sorge ist wichtig und wir wollen alles bestmöglich im Projekt berücksichtigen. Geben wir ihm die Zeit, die es einfach braucht, um sich solide zu entwickeln. Schließlich geht es um eine Neugestaltung unseres gemeinsamen Lebensraums, mit dem wir alle und nachfolgende Generationen gut leben können sollen.

Podium

Und nein, wir können leider noch nicht sagen, ob und wann der reguläre Betrieb auf der Kaltenleutgebner Bahn starten kann. 25 Jahre wird es aber sicher nicht dauern, wenn sich das Projekt weiter so rasant entwickelt 🙂

 

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