Die zweite Aussendung

Gesendet: Mittwoch, 27. November 2013 12:22:41
Betreff: Tram on Demand Mödling 2

Liebe Leute,

vielen herzlichen Dank für die vielen, wirklich engagierten Rückmeldungen! Das Projekt nimmt erstaunlich rasch Formen an 🙂
Anbei die aktualisierte Projektmappe (TraMD – Konzeptskizze 20131127). Das nächste Ziel wäre nun, die Projektmappe so weit zu vervollständigen, dass wir damit bei diversen Förderstellen vorstellig werden können.

Dann hab ich mir folgendes überlegt: um die Zeit bis zu etwaigen Förderzusagen resp. Finanzeinkünften abgeltungstechnisch zu überbrücken, erwirbt jede und jeder, die oder der Arbeitszeit in das Projekt einbringt grundsätzlich einen entsprechenden Anteil am Gesamtprojekt. Dieser Anteil kann entweder behalten werden, an die noch zu gründende Gesellschaft dann verkauft werden oder an sonst jemanden, die oder der das Projekt unterstützen möchte. Der Wert des Gesamtprojekts entspricht dann den eingebrachten Arbeitsstunden, derzeit sind das übrigens in etwa 50. Die Grundverrechnungseinheit für das Projekt wäre damit die Stunde und etwaige Spenden könnten in Arbeitstunden umgerechnet und so auch Anteile am Gesamtprojekt erworben werden können. Ich stelle jetzt einmal als Umrechnungsschlüssel vorschlagsweise € 20,- pro Stunde in den Raum. Wenn also wer zB 100 Eus spendet, erwirbt sie oder er damit 5 Stunden am Gesamtprojekt.

Wie das verrechnungstechnisch aussehen könnte, hab ich Euch ebenfalls angehängt. Das ist nur ein erster Entwurf und die Zahlen weitgehend noch Schätzungen, bitte mich sogleich zu korrigieren, wenn ich etwas völlig falsch angenommen habe. Aber ich finde, es schaut schon recht sauber aus und wird außerdem so etwas wie ein Projekttagebuch.

Ja, ich bin schon sehr neugierig, wie das weitergeht, es fühlt sich soweit einmal ja sehr famos an

Liebe Grüße
Christian Apl

PS: ein grad sehr passender, zusätzlich motivierender Artikel: http://orf.at/stories/2206235/2206236/

FAQs 02

„Ihr Konzept haben wir eingehend „studiert“ und folgende Fragen bzw. Ergänzungsideen, die ev. weiterhelfen könnten, haben sich daraus ergeben:

  1. Ist der in KLG vorhandene Gleiskörper für die Kabinenbahn ohne größere Umbauarbeiten wirklich verwendbar?
  2. „Rasengeleise“ sind erklärungsbedürftig
  3. In einer frühen Planungsphase müssten P & R-Anlagen an den jeweiligen Knotenpunkten verhandelt und platzmäßig mitgedacht werden
  4. Ad. Finanzplan: 2 Punkte scheinen noch nicht auf: Personalkosten für Finanzverwaltung und technische Betreuung (Fahrdienstleitung, Notdienst etc.)
  5. ad. „Öffentlichkeitsarbeit“: regelmäßige Road-Shows & Diskussionforen in den Gemeinden unter „Schirmherrschaft“ der BürgermeisterInnen bzw. BezirksvorsteherInnen, um über den Fortgang zu berichten und eine breite Öffentlichkeit einzubinden bzw. zu aktivieren“

Liebe Frau S.,

vielen Dank für Ihr sehr inspirierendes Feedback!
Vielen Dank auch fürs Bewerben! Ich treff mich schon morgen mit dem A. E., der sich auch einbringen will

Zu Ihren Fragen:

ad 1) ja, die Trasse ist erst vor Kurzem generalsaniert worden und sollte auf jeden Fall für das Forschungsprojekt funktionstauglich sein. Natürlich werden nach und nach verschiedene bauliche Maßnahmen anfallen: Bahnsteige (die aber sehr dezent auffallen können), Signalanlagen (sobald wir im Regelbetrieb über eine Kreuzung wollen – auf einem kreuzungsfreien Teilstück sollten aber schon vorher Testfahrten möglich sein), Ausweichen (wenn mehr als ein Fahrzeug fahren soll) usw.
Die rechtliche Genehmigung ist da freilich noch ein zweites Thema, das wir aber für den Anfang hoffe ich im Rahmen des Forschungsprojekts abwickeln können.

ad 2) Zum Thema Rasengleis hab ich Ihnen einen Artikel angehängt (Rasengleis). Das gehört in der Projektmappe auch noch anschaulich erklärt, hat aber einstweilen nur eine geringe Priorität. Im Gespräch mit der Anrainerschaft wird es dann aber sehr interessant.

Rasengleis

ad 3) das betrifft dann vor allem einmal die Station Waldmühle. Da hoffe ich doch sehr, dass die Bauträger von Waldmühle Rodaun auch noch irgendwie auf diesen Zug aufspringen. Aber klar, es gehört von Anfang mitgedacht.

ad 4) ja, der Finanzplan wird eine eigene Diplomarbeit – ich bin sehr froh, dass wir da mit Herbert Mayer einen Eisenbahntechniker mit im Boot haben, der weiß, wie man so etwas fördertauglich kalkuliert und der auch schon heftig am Werken ist. Wie die Finanzverwaltung organisiert wird, hängt auch davon ab, welche Rechtsform diese Initiative letztlich bekommt. Das hängt wiederum davon ab, wer in welcher Form mit dabei sein will. Also bzgl. Rechtsform bin noch völlig offen.

Obwohl mich ja ein möglichst partizipativer Ansatz sehr reizen würd. Mir schwebt da vor, dass jede und jeder mit der eigenen Arbeitsleistung grundsätzlich Anteile am Gesamtprojekt erwirbt, die dann im Bedarfsfall weiter verkauft werden können. Entweder an die noch zu gründende Rechtsform oder an interessierte (Förder-)InvestorInnen. So könnte zumindest erreicht werden, dass das Projekt von einer möglichst großen Anzahl von Leute mitgetragen wird und alle daran interessiert sind, dass die Tram schlussendlich auch wirtschaftlich fährt. Aber natürlich wird es für diverse Spesen auch einen „Topf“ brauchen. Da gibt es aber sicher für die erste Phase einige Organisationen, die dazu ein wenig Starthilfe leisten würden, zumindest bis der Förderantrag steht.

Ad 5) ja, das gehört natürlich alles gemacht! Im Sinne einer möglichst breiten Partizipation

Also das hat mit „trauen“ nicht so viel zu tun. Ich MUSS das jetzt einfach machen. Ich schau jeden Tag beim Kaffeemachen direkt auf die Gleise, sie gehen wirklich in Augenhöhe am Küchenfenster vorbei. Wir schauen uns also quasi täglich in die Augen und wissen, dass das so nicht bleiben kann. Außerdem hatte ich immer schon ein Fabel für völlig unmögliche Projekte, da werd ich dann so richtig wach

Gut, ich arbeite einmal die verschiedenen Inputs in die Projektmappe ein und rühr mich wieder, wenn ich alles, was jetzt so auch von anderen gekommen ist, eingearbeitet habe. Das nächste Ziel ist die Projektmappe so herzeigbar zu machen, dass wir damit bei potenziellen Förderstellen auftreten können.

Liebe Grüße
Christian Apl

FAQs 01

Lieber Markus,

danke für Dein Feedback!

Ja, das wäre eben die Herausforderung selbstfahrende Fahrzeuge einzusetzen, und ja, das ist ganz klar ein Forschungsprojekt. Das wäre eben der Plan, dass über die Forschungsschiene eine ausreichende Starthilfe zusammenkommt (freilich werden wir auch alle möglichen anderen Quellen anzapfen müssen) und sich die Tram früher oder später so weit selbst trägt, dass die Öffentlichen Hände den Kostenausgleich bewältigen können.

Eigene Gleiskörper wollen wir vermeiden. Es soll im Prinzip wie eine Straßenbahn einsetzbar sein. Es gibt auch schon mit der Kaltenleutgebner Bahn eine freie, zur Zeit ungenutzte Trasse, die erst vor wenigen Jahren teilweise generalsaniert wurde. Außerdem werden wir nicht umhin kommen, die Trasse bei weiterem Ausbau in die Straße zu verlegen, da für etwas anderes kein Platz ist oder die Aussicht nicht verstellt werden soll.

Die bereits bestehende Trasse ist auch der Grund warum wir mit der Kaltenleutgebner Bahn beginnen. Da ist schon sehr viel da und wir könnten im Prinzip sofort mit dem Probebetrieb starten, wenn es denn schon ein Fahrzeug gäbe. Ja und wenn der Probebetrieb so weit ist kann man von der Kaltenleutgebnerbahn aus nach und nach in Fläche verzweigen. Ein Anschluss an der 60er in Rodaun, wäre ein zweiter Ausbauschritt, ein erster wird sein, eine oder mehrere Ausweichen in die Strecke einzubauen. Ja und dann kann man Schritt für Schritt Richtung Süden wachsen, der alten Trasse des 360er sinngemäß folgen. Wenn wir es bis Mödling schaffen und die Tram gut angenommen wird, haben wir wahrscheinlich gewonnen

Die erste Konzeptskizze

Liebe Leute,

ich bin ein wenig aufgeregt 🙂

Die Tram on Demand-Idee verdichtet sich zusehends und kommt in eine erste entscheidende Phase. Ich habe deswegen begonnen eine Projektmappe zu erstellen (TraMD – Konzeptskizze 20131119). Dort sind freilich großteils derweil nur Überschriften, Inhalte werden aber laufend eingearbeitet.

Jetzt ist aber schon klar erkennbar, dass es sich um ein reichlich vielschichtiges und herausforderndes Projekt handelt und dass es ein wahres DreamTramTeam braucht, um die Umsetzungswahrscheinlichkeit gegen 1 zu treiben. Bitte fühlt Euch hiermit als potenzielle Mitglieder dieses DTTs angesprochen und gebt mir ggf. Eure Konditionen bekannt bzw. in welcher Form Ihr Euch beteiligen wollt, falls Ihr das wollt. Von wohlwollend sympathisierend passiv bis Lebensaufgabe aktiv ist alles möglich 🙂 Danke schön!

Von Euren Rückmeldungen wird dann auch abhängen, wie wir die Geschichte rechtlich aufsetzen.

Ich nehme in der Zwischenzeit Kontakt mit weiteren potenziellen KooperationspartnerInnen auf, arbeite an der Projektmappe weiter (bin für jeden Input sehr dankbar!) und halte Euch gerne am Laufenden, sowie sich Entscheidendes tut.

Würde mich sehr freuen, wenn da was gelänge! 🙂

Liebe Grüße
Christian Apl